Wie Mizzy Einzug hielt.
Mizzys Frauchen erzählt: Ich kam von der Arbeit heim und wurde an der Haustüre von meinem Sohn Ingo kleinlaut empfangen: - "Ma, ich muss dir was sagen..." Böses ahnend antwortete ich: "Du hast die Prüfung versiebt?" (Abi mündlich). - "Nein, ich war heute mit dem Auto in Göppingen..." - "Du hast mein Auto geschrottet!?..." - "Nein, lass mich doch ausreden. Ich war mit Sven in der Videothek in Göppingen am Bahnhof, und in der Hecke vor dem Auto bewegte sich eine blaue Mülltüte." Dann öffnete Ingo seine Jacke und zwei große Katzenäuglein guckten mich neugierig an. Im Fell hingen noch Streifen vom Paketband, mit dem das Tierchen lebendig gefesselt in der verschnürten Mülltüte entsorgt worden war. Ich war total erleichtert, dass das Malheur NUR eine kleine Katze war, und meine beiden Jungs versprachen, sich um "gute Hände" für das Kätzchen zu kümmern. Solange sollte der zeckenübersäte, abgemagerte kleine Flohteppich bleiben dürfen.
Ist der Topf einer Zimmerpalme ein Katzenklo? Ich sauste los und besorgte ein Katzenklo, nach eingehender Beratung auch Streu, Schaufel, Nass- und Trockenfutter, Leckerli, eine Zeckenzange. Wir konnten uns abends nicht satt sehen an der kleinen, rot-weißen Mieze mit den großen, runden Augen, an ihrem übermütigen Rumjagen nach Zeitungskügelchen, abwechselnd mit plötzlichem Umfallen in erschöpften Tiefschlaf.

Dieses rührende Treiben machte aus mir sozusagen "über Nacht" eine Katzenliebhaberin. Schon am zweiten Tag schickte ich Stoßgebete g´en Himmel, die Jungs mögen doch bitte erfolglos in der Suche nach "guten Händen" für das Kätzchen geblieben sein: Ich wollte es doch gar nicht mehr weggeben! (Die Jungs hatten übrigens fest damit gerechnet, dass ich dem Charme des Fellknäuels erliegen würde!)
Mizzy
Kätzin Peterle und ihre Küken
Nein - es ist kein Fehler in der Überschrift. Wollen Sie wissen, was es damit auf sich hat? Dann lesen Sie diese rührende Geschichte:
Die Katze hieß "Peter", obwohl sie eine Kätzin war. Das gab es früher oft, man erkannte erst spät nach der Namensgebung das Geschlecht eines Kätzchens und oft hatte man sich geirrt. So auch bei der Kätzin Peter. Peter war die "Lebensgefährtin" des alten Herrn Hopprich in Hermannstadt. Der alte Herr und seine Mieze behielten trotz Verkauf des Anwesens lebenslanges Wohnrecht im Haus. Peter, manchmal auch Peterle genannt, hatte viele kleine Kunststücke gelernt. Sie gab Pfötchen oder rollte sich auf Kommando hin und her.
Nachdem Herr Hopprich starb, lebte seine heißgeliebte Peterle weiterhin in dem Haus mit großem Garten, bekam Futter und Milch. Die wenigen Streicheleinheiten erhielt sie nun nur noch von Uropa, der ganz oben unter dem Dach wohnte. Leider passierte öfter das Malheur, dass die Türe verschlossen war und Peter ihre Not unterm Bett verrichtete, was zu viel Geschimpfe und der unsinnigen Aussage führte, dass Katzen unsauber seien und Gestank hinterließen. Doch Peterle wurde geduldet.
Regelmäßig brachte Peterle Junge zur Welt, die ihr - wie früher üblich - weggenommen wurden. Im Frühjahr 1976 hatte ein Huhn Eier ausgebrütet und die frisch geschlüpften Küken wurden von der Hausfrau in einem Korb gesammelt, um sie nach dem Schlüpfen aller Küken der Glucke zurückzugeben. Zeitgleich hatte Peter seine eigenen kleinen Kätzchen bekommen, die dann schnell "weggeschafft" wurden.
Natürlich hatte die Katze Peter heftige Muttergefühle und suchte ihre Kinderchen. In ihrer Not stibitzte sie die Küken aus dem Korb und schleppte sie ganz vorsichtig auf den Dachboden zum Uropa. Die Menschen schimpften mächtig, weil sie glaubten, die Katze habe die Küken gefressen. Erst das laute Piepen der Küken brachte die Wahrheit ans Licht. Man ließ Katze und Küken zusammen. Peter brachte dann die Küken zum Füttern und die Kleinen gelben Federknäuel folgten ausschließlich der Katze, turnten auf ihr herum oder versteckten sich unter ihr. Die Menschen staunten ob der großen Katzenmutterliebe.

Kätzin Peterle mit ihren Küken
Diese wahre Geschichte hat nicht nur die Menschen damals gerührt und zum Staunen gebracht, sondern wirkt heute noch. Heute trägt ein roter Kater, der vor 2 Jahren verletzt aufgefunden wurde und jetzt ein liebes Zuhause hat, zur Erinnerung an die Katze Peter den Namen Peterle.
Katzenfreunde lieben auch andere Tiere
Ein Notruf erreicht eine Gruppenleiterin des Freundeskreises. Das Aquarium eines MItgliedes ist defekt. Etwa 100 Zierfische müssen baldmöglichst umgesetzt werden, denn sie sind auf die Schnelle nur notfallmäßig untergebracht und versorgt. Ein neues Aquarium anzuschaffen schied aus, weil man sich aus Platzgründen verkleinern wollte.
"Haben Sie eine Idee, wie wir helfen können?" schrieb die Gruppenleiterin die Mitglieder ihrer Gruppe per Mail an. Und bereits am folgenden Tag waren alle Zierfische und Wasserpflanzen in einem neuen Zuhause untergebracht. Die Tochter der Familie freute sich sehr, wie schnell sie doch zu einem großen Aquarium mit Bewohnern gekommen ist.
Und natürlich haben die Katzen jetzt auch etwas zum Gucken (und nur zum Gucken!).
Tinka
„Die Persermieze Tinka sucht ein neues Zuhause“, so stand es auf der Seite der Katzenvermittlungen vom „Freundeskreis Katze und Mensch“.
Mein Katzenhaushalt hatte sich kurz zuvor von drei auf eine Katze reduziert. Nur noch Kater Max lebte bei mir und das schon seit 17 Jahren. Er war noch nie allein als Katze gehalten worden und deshalb musste so schnell wie möglich wieder ein „Fellkumpel“ her.
Am 10. Dezember holte ich Katze Tinka bei ihrer Besitzerin ab und die Mieze zog bei Max und mir ein. Die beiden Samtpfoten lernten sich kennen: Tinka – bisher Einzelkatze und Max, der nur mit Katzen zusammengelebt hat. Was wohl passieren wird? Nichts.
Die Beiden verstanden sich von Anfang an und Tinka lernte von Max, was sie bisher noch nicht wusste und kannte. Leider währte die traute Gemeinsamkeit nicht lange, da Max an Krebs erkrankte und am 28.03.2011 eingeschläfert werden musste.
Am gleichen Tag starb auch Tinkas ehemaliges Frauchen und wurde am 01.04.2011 beerdigt. Sie hatte vorher dafür gesorgt, dass Tinka ein neues Zuhause findet, und Tinka konnte dadurch Max noch kennenlernen und von ihm lernen.
Marion Spaar mit Tinka, Bietigheim-Bissingen
Katze und Mensch
– eigentlich mehr als ein Freundeskreis.
Wie die Weidenkätzchen entstanden sind.
Als man ihre Jungen in den Fluss warf, miaute die Katzenmutter
so kläglich, dass die Weiden am Ufer ihre Äste hinunterstreckten,
damit sich die Kätzchen daran klammern konnten. Seit diesem Tag
wachsen der Weide jedes Frühjahr Kätzchen, weich wie Katzenfell.
Sage aus Polen
Herzensbildung eines Volkes
Tiere betrachten und behandeln.
Trauriges Leben eines namenlosen Katers
Nein - eine Erfolgsgeschichte im erwarteten Sinn ist dies nicht, was jetzt hier geschrieben werden muss. Ja - es muss geschrieben werden, denn es macht leider wieder deutlich, wieso so viele Tiere leiden müssen: Weil der Mensch sich nicht um dieses hilflose Lebewesen gekümmert hat.
Eine Joggerin findet auf einer Wiese einen völlig entkräfteten Kater, der schnellstens zu einem Tierarzt gebracht wird. Der arme Kerl war werder kastriert, tätowiert oder gechipt. Er muss schon alt sein, vermutlich älter als 15 Jahre. Obwohl er keine aktuellen Verletzungen aufwies, hatte er schon vieles erlitten. Wegen eines nicht versorgten Unterkieferbruches war der Kiefer schief zusammengewachsen. Bis auf die Reiß-Zähne ist er zahnlos und kann sich daher nicht mehr selbst ernähren. Die Muskulatur ist so stark degeneriert, dass er zum Laufen keine Kraft mehr hat. Das rechte Auge ist blind, vermutlich als Folge eines nicht behandelten Katzenschnupfens. Wie viele Schmerzen muss er ertragen haben? Ständiger Hunger und kaum Chancen, noch etwas zum Fressen zu fangen und ein von Infektionen geschwächter Organismus. Ein erbärmliches Dasein. Das Floh-Halsband muss er schon sehr lange getragen haben, denn es war wirkungslos, weil sein Fell voller Flöhe war. Aber es zeigt doch, dass er früher einmal in der Obhut eines Menschen war. Im Bauchraum wurde ein großer Tumor getastet.
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Kein Himmel wird himmlisch sein,
wenn nicht meine Katzen dort sind,
um mich zu begrüßen.
Schottisches Sprichwort
Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 31. Dezember 2011 um 12:42 Uhr



